Gedenken an verstorbene Bewohner

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62 bunte Steine liegen auf dem festlich geschmückten Tisch in der Marienkirche. Auf manchen von ihnen sind kleine Bilder, andere sind mit kurzen Texten beschrifte, manche ziert nur ein Name. So unterschiedlich sie alle sind, so haben sie doch eins gemeinsam: Sie alle stehen für einen Gast des Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal, der in diesem Jahr verstorben ist. In einer feierlichen Gedenkstunde nahmen Hospizleitung und Angehörige am vergangenen Freitagnachmittag noch einmal gemeinsam Abschied von den geliebten Menschen.

Viele Angehörige waren der Einladung des Hospiz St. Elisabeth Kinzigtal gefolgt und im Oktober 2018 zur Gedenkfeier erschienen. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken im Gewölbekeller des Romanischen Hauses, bei der die Anwesenden noch einmal die Erinnerungen an ihre Lieben austauschen konnten, ging es hinauf in die Marienkirche zur gemeinsamen Andacht. Hier begrüßte sie Pfarrer Uwe Steuber, der gemeinsam mit Kaplan André Lemmer durch die Gedenkfeier führte. „Was uns zusammenführt – es ist die Erinnerung an Menschen, die von uns gegangen sind“, fasste Steuber mit Blick auf die Anwesenden zusammen. Doch auch wenn es auf der einen Seite ein trauriger Grund sei, der die Menschen am Freitagnachmittag in der Marienkirche zusammengeführt habe, gebe es noch einen zweiten, tiefer gehenden Grund, wie Kaplan Lemmer ausführte: „Dieser Grund ist die Liebe.“ Egal wie man die Liebe definiere, sie brauche immer ein Gegenüber. Im Fall der Anwesenden sei dies jemand, der nun vorausgegangen sei. „Ich  glaube, dass diese tiefe Emotion in uns die Grenze zwischen dieser Welt und der Ewigkeit überwinden kann“, ist der Kaplan überzeugt. Die Spuren, die diese Menschen hinterlassen, bleiben bestehen. Sie alle hätten in ihrem Leben viel gewirkt und Kreise gezogen. „Wenn ich hier auf den Tisch mit den Steinen der Menschen sehe, die schon voraus gegangen sind, ist das für mich ein gutes Zeichen“, stellt er fest. Ein Zeichen dafür, dass man diese Menschen nicht vergessen wolle.

Um jeden Einzelnen noch einmal zu gedenken zündeten Hospizleiter Frank Hieret, Pflegedienstleiterin Ursula Schlereth und Seelsorgerin Karin Heil Kerzen für jeden Monat an und verlasen die Namen der jeweils verstorbenen Hospizbewohner. Anschließend konnten die Angehörigen nach vorne kommen, und den persönlichen Gedenkstein ihres Angehörigen entgegen nehmen.

Mit nachdenklichen Impulsen zum Thema Trauer und Abschied, aber auch Erinnerung und Liebe wurde diese Kerzen-Zeremonie stimmungsvoll abgerundet. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Pfarrer Steuber an der Orgel und dem Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Main-Kinzig-Kreis, Robert Flörchinger, an der Violine.

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Pflegedienstleiterin Ursula Schlereth, Seelsorgerin Karin Heil, Kaplan André Lemmer, Pfarrer Uwe Steuber und Hospizleiter Frank Hieret bei der Gedenkfeier in der Gelnhäuser Marienkirche.

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